Die Wirtshausküche

Haben Sie schon einmal probiert ein Hendlhaxerl in Butter mit Olivenöl und einem frischen Zweig Rosmarin zu braten? Haben Sie diese Geruchsexplosion schon einmal miterlebt? Wir im Weiserhof lieben es zu kochen und pflegen unsere Rezepte.

Ein gutes Rezept ist ein besonderer Schatz, der behütet werden will, jedoch keinen Wert besitzt, wenn er mit ins Grab genommen wird. In der Weitergabe von einer Generation zur nächsten lebt nicht nur das Gericht, sondern auch die Person, von der wir dieses oder jenes Rezept haben. Einige Gerichte haben eine Geschichte, wie z.B. die „Hoargneistnidei“ (gebratene Sauerkrautlaibchen), deren Aussehen an die erfolgreiche Ernte einer Rosshaarbürste erinnert. Oder die „Stinkerknödel“ (Erdäpfelkasknödel), welche in Notzeiten aus schon „davongelaufenem“ Graukas bereitet wurden.
Durch Wanderung und Arbeitsuche der Mägde, Knechte, Holzfäller und Straßenbauer sind besondere Gerichte und Zubereitungsweisen nach Salzburg gebracht worden. So kann man eigentlich nicht von einer reinen Salzburger Küche sprechen, sondern von einer „Übergreifend-Regionalen Salzburger Küche“ mit Einschlägen aus Tirol, Bayern, Oberösterreich, Steiermark, Kärnten, Ost- sowie Südtirol. Diese Voraussetzungen machen unsere Küche so interessant.

Aufgrund unserer Bemühungen, die Philosophie eines Gasthauses zu bewahren, die alten Rezepte zu pflegen, unter Verwendung regionaler und österreichische Lebensmittel sowie die Herstellung sämtlicher Gerichte, Metzgereiprodukte, Brot, Marmeladen und Säfte im eigenem Haus, wurden wir im Slow Food Gasthausführer mit einer Schnecke ausgezeichnet.